Verarbeitungsrichtlinien - SPETEC KG Innovative Spengler Produkte

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Verarbeitungsrichtlinien

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Normen
Verarbeitungsrichtlinien

ÖNORM B 2221 Bauspenglerarbeiten Werkvertragsnorm
ÖNORM B 3521-1, Planung und Ausführung von Dacheindeckungen und Wandverkleidungen aus Metall

Befestigen von Regenfallrohren:
Das Befestigen der Rohrschellen für die Abfallrohre wird in der ÖNORM B 3521-1 und in den Absätzen 5.9.1 und 6.12.2 folgend definiert.
Die Rohrschellenbefestigungen müssen grundsätzlich:
- Statisch ausreichend dimensioniert und thermisch getrennt sein
- Einen Mindestabstand zur Fassadenfläche von 20 mm haben
- Der maximale Rohrschellenabstand darf 3,0 m nicht überschreiten
- Das Bohrloch für die Rohrschellenbefestigung muss gegen Schlagregen abgedichtet werden
 (siehe auch ÖNORM B 6400 Ausgabe: 2011-09-01 Absatz 4.7.1)


Verarbeitungsrichtlinien für den SDA- Rohrschellenfix
Da bei der Verwendung des „SDA- Rohrschellenfix" der Kopf des Lamellendübels (Lamellen samt runder Abschlussscheibe) selbst dicht an den Verputz anliegt, sind hier keine weiteren und zusätzlichen Abdichtungsarbeiten mehr notwendig.
Lediglich das abdichten des Loches im Lamellendübel muss jetzt zusätzlich gemäß der ÖNORM B 6400 Absatz 4.7.1 erfolgen.
Wir empfehlen daher, dieses Loch im Lamellendübel kurz bevor der Schraubstift fertig eingedreht wird, mit einen kleinen Silikonpunkt hinter der Sicherheits- Abdeckkappe anzudichten. So ist die gesamte Fassadendurchdringung durch die Rohrschellenbefestigung dicht und normgemäß ausgeführt.

1.1 Ablaufrohrmontage vor der WDVS - Fassade:
Werden die Ablaufrohre vor der WDVS- Fassade montiert, so hat der Spengler auf folgende Punkte zu achten:
Der Abstand des Abfallrohres zum unverputzten Mauerwerk muss so gewählt werden, dass nach Fertigstellung der Fassade ein Mindestabstand von 30mm zum Abfallrohr bestehen bleibt.
Sollten die bereits montierten Ablaufrohre samt Rohrschellen im Zuge der Fassadenarbeiten von wem auch immer entfernt werden, so sind diese nach Fertigstellung der Fassadenarbeiten wieder von dem zu montieren, welcher diese demontiert hat! Hier hat derjenige darauf zu achten, dass die Rohrschellenbefestigungen wieder im ursprünglichen Zustand und auch entsprechend dicht hergestellt werden! Die Verantwortung liegt hier nicht mehr im Bereich des Spenglers!

2.1 Ablaufrohrmontage nach der WDVS- Fassade:
Werden die Abfallrohre nach der WDVS- Fassade oder auch nach jeder anderen Fassadenfertigstellung montiert, so hat der Spengler auf folgende Punkte zu achten:
Alle auf die Rohrschellenbefestigung einwirkenden Lasten und Kräfte sind auf die primäre Wandkonstruktion abzuleiten. Es dürfen daher nur solche Rohrschellenbefestigungen verwendet werden, welche fix mit und im Mauerwerken und dergleichen verankert werden können.
Die Rohrschellenbefestigung muss eine durchgehende thermische Trennung zur Verhinderung von Kondensatbildung aufweisen.
Das Bohrloch muss gegen Schlagregen und abrinnenden Niederschlagswasser am Ablaufrohr geschützt werden. Hier schützen die Sicherheits- Abdeckkappen in Verbindung mit dem Lamellendübel zuverlässig.
Die Rohrschellen mit Gewinde sind so weit in den Lamellendübel einzudrehen, bis die Sicherheits- Abdeckkappen mit leichtem Druck dicht an die fertige Fassade anliegen.

3.1 Bohrlochdurchmesser – „SDA- Rohrschellenfix"
Für das montieren des „SDA- Rohrschellenfix" ist ein Bohrloch von lediglich 10mm erforderlich

4.1 Bohrlochdurchmesser – „Selbst furchende Schraubstifte"
Für das montieren des „Selbst furchenden Schraubstiftes" empfehlen wir folgende Bohrlochdurchmesser:
- Holzwände- und Konstruktionen 6,0 mm
- Aluprofile- und Konstruktionen 6,0 mm
- Stahlprofile- und Konstruktionen 6,5 – 6,8 mm
- Gasbeton (Ytong) ohne vorbohren
- Poroton Hochlochziegel (Fugenbereich) 6,0 mm
- Vollziegel, Beton, ect., 6,5 mm
Es liegt im Ermessen eines jeden Anwenders, den Untergrund für das einschrauben des „selbst furchenden Schraubstiftes" auf deren Tragfähigkeit und Festigkeit zu prüfen und den dafür richtigen Bohrlochdurchmesser zu wählen!
Das Eindrehen des „selbst furchenden Schraubstiftes" in der Fläche eines Hohlkammerziegels (alle Hochlochziegel) ist aufgrund der geringen Festigkeit und der porösen Ziegelstege nicht empfehlenswert!

Verarbeitungsrichtlinien für die „Sicherheits- Abdeckkappen
Die „Sicherheits- Abdeckkappen" sind so auf die Schraubstifte und Schlagdorne der Rohrschellen zu montieren, dass sie im fertig montierten Zustand sowohl an die Fassadenfläche, als auch an den Schraubstiftkopf dicht anliegen! Lose liegenden „Sicherheits- Abdeckkappen" haben keine Wirkung und sind nicht der Sinn dieser Entwicklung!

Verarbeitungsrichtlinien für die EPDM- Dichtungsringe
Die EPDM- Dichtungsringe sind aus einem hochelastischem, UV- und Witterungsbeständigen Material hergestellt. Durch die hohe Elastizität von 500% können die einzelnen Größen auch führ mehrere, unterschiedlich große Durchmesser verwendet werden! Zusätzlich kann man den kleineren innen liegenden Ring, welcher durch eine Nut vom Hauptring teilgetrennt ist, abtrennen. So bekommt man eine weitere Anwendungsmöglichkeit für eine zusätzliche und größere Dimension!
Durch die konische Verjüngung am inneren Ring presst sich der „EPDM- Dichtungsring" über seiner ganzen Auflagefläche fest und dauerhaft an den Untergrund!
Für nachträgliche Montage kann man den „EPDM- Dichtungsring mit einem scharfen Messer aufschneiden, diesen über das bereits montierte Rohr geben und danach wieder mit einem Sekundenkleber dauerhaft und fest zusammenfügen!
An jenen Bereichen, wo dieser „EPDM- Dichtungsring" durch äußere Einflüsse von seiner ursprünglichen Lage abzurutschen droht, kann man diesen an der Auflagefläche zusätzlich mit einem geeigneten Klebstoff zusätzlich verkleben.
Hier eignet sich hervorragend der Ottoseal S 54 von Otto- Chemie!
Diesen Klebstoff finden Sie auf unserer Hompage unter der Rubrik „Kleb- und Dichtstoffe"


Sepp Maderbacher, Spenglermeister

 
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